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Immobilienfinanzierung in Österreich

Der große Ratgeber für Deutsche

Welche Rolle spielt die SCHUFA bzw. KSV-Auskunft für deutsche Kreditnehmer?

  • Die SCHUFA ist die zentrale Auskunftei in Deutschland, die für die Kreditvergabe entscheidend ist. Der KSV (Kreditschutzverband von 1870) ist das österreichische Pendant und für deutsche Kreditnehmer nur in Ausnahmefällen relevant.
  • Ein guter SCHUFA-Score, der Ihre Kreditwürdigkeit bewertet, ist die Voraussetzung für die Bewilligung von Krediten und beeinflusst maßgeblich die Höhe der Zinsen.
  • Die SCHUFA sammelt positive Daten (z. B. vertragsgemäß zurückgezahlte Kredite) und negative Daten (z. B. Zahlungsverzüge). Einkommen, Vermögen oder Beruf werden nicht gespeichert.
  • Sie haben das Recht, einmal jährlich eine kostenlose Datenkopie (nach Art. 15 DSGVO) anzufordern, um Ihre gespeicherten Daten zu prüfen.
  • Durch pünktliche Zahlungen, die Vermeidung unnötiger Konten und die Nutzung von score-neutralen Konditionsanfragen können Sie Ihren SCHUFA-Score aktiv verbessern.
  • Negative Einträge werden nach gesetzlich festgelegten Fristen automatisch gelöscht. Eine beglichene Forderung bleibt beispielsweise drei Jahre lang gespeichert.

SCHUFA und KSV: Die Wächter der Kreditwürdigkeit in Deutschland und Österreich

Wenn Sie in Deutschland einen Kredit aufnehmen möchten, führt kein Weg an der SCHUFA vorbei. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA, ist die führende Wirtschaftsauskunftei des Landes. Ihre Aufgabe ist es, Vertragspartner wie Banken, Telekommunikationsanbieter oder Vermieter mit Informationen zur Bonität von Verbrauchern zu versorgen. Sie schützt Unternehmen vor Zahlungsausfällen und bewahrt gleichzeitig Verbraucher vor einer Überschuldung. Die SCHUFA ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das Daten von rund 68 Millionen Menschen in Deutschland gespeichert hat.

Oftmals wird im gleichen Atemzug der KSV1870 genannt. Hier ist eine klare Abgrenzung wichtig: Der Kreditschutzverband von 1870 ist die größte und wichtigste Auskunftei in Österreich. Für einen deutschen Kreditnehmer mit Wohnsitz und Bankverbindung in Deutschland spielt der KSV in der Regel keine Rolle. Eine deutsche Bank wird für einen Standard-Ratenkredit immer eine SCHUFA-Auskunft einholen, keine KSV-Auskunft. Relevant wird der KSV nur bei einem grenzüberschreitenden Bezug. Wenn Sie beispielsweise aus Österreich nach Deutschland ziehen und hier ein Konto eröffnen oder einen Kredit beantragen, kann die Bank zur besseren Risikoeinschätzung auch Informationen vom KSV anfordern, um Ihre bisherige Zahlungsmoral zu bewerten. Für die überwältigende Mehrheit der Kreditvorgänge in Deutschland ist und bleibt aber allein die SCHUFA der entscheidende Akteur.

Das Herzstück: Was ist der SCHUFA-Score und wie wird er berechnet?

Der SCHUFA-Score ist eine Kennzahl, die Ihre Kreditwürdigkeit in einem prozentualen Wert ausdrückt. Er prognostiziert, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie Ihren finanziellen Verpflichtungen in Zukunft nachkommen werden. Ein hoher Score, idealerweise über 97 %, signalisiert der Bank ein sehr geringes Ausfallrisiko. Ein niedriger Score deutet auf ein höheres Risiko hin, was zu einer Ablehnung des Kredits oder zu deutlich schlechteren Zinskonditionen führen kann. Banken nutzen diesen Wert als zentrales Element ihrer Risikobewertung.

Die genaue Formel zur Berechnung des Scores ist ein Geschäftsgeheimnis der SCHUFA. Die grundlegenden Prinzipien sind jedoch bekannt. In die Berechnung fließen ausschließlich Informationen zu Ihrem bisherigen Zahlungsverhalten ein. Dazu gehören:

  • Positive Merkmale: Die Anzahl und Art Ihrer Bankkonten und Kreditkarten, pünktlich zurückgezahlte Kredite oder laufende Leasingverträge. Ein langjährig bestehendes Girokonto wird beispielsweise positiv bewertet.
  • Negative Merkmale: Gemeldete Zahlungsstörungen wie unbezahlte Rechnungen nach Mahnung, titulierte Forderungen, laufende Inkassoverfahren oder eine Privatinsolvenz.

Wichtig zu wissen ist, welche Daten die SCHUFA nicht verwendet. Ihr Einkommen, Ihr Vermögen, Ihr Arbeitgeber, Ihr Familienstand oder Ihre Religionszugehörigkeit haben keinerlei Einfluss auf den Score. Die Berechnung erfolgt auf Basis mathematisch-statistischer Verfahren und vergleicht Ihr Profil mit dem von Personengruppen mit ähnlichen Merkmalen, um eine statistische Ausfallwahrscheinlichkeit zu ermitteln.

Die Macht der Daten: Welche Informationen sammelt die SCHUFA über Sie?

Die SCHUFA sammelt und speichert eine Vielzahl von Daten, die sie von ihren rund 10.000 Vertragspartnern erhält. Diese lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, die zusammen ein Bild Ihrer finanziellen Zuverlässigkeit ergeben. Ein genaues Verständnis dieser Daten hilft Ihnen, Ihre eigene Bonität besser einzuschätzen.

Personenbezogene Daten

Dies sind grundlegende Identifikationsmerkmale. Dazu gehören Ihr vollständiger Name, Ihr Geburtsdatum, Ihr Geburtsort und Ihre aktuelle sowie frühere Meldeanschriften. Diese Daten stellen sicher, dass eine Person eindeutig identifiziert werden kann und keine Verwechslungen stattfinden.

Positive Vertragsdaten

Hier wird Ihr vertragstreues Verhalten dokumentiert. Die SCHUFA speichert Informationen über die Eröffnung von Girokonten, die Ausgabe von Kreditkarten, die Aufnahme von Ratenkrediten und Immobilienfinanzierungen oder den Abschluss von Leasingverträgen. Auch Verträge mit Telekommunikationsunternehmen oder Energieversorgern können hier erfasst sein. Diese Einträge sind per se nicht negativ; sie zeigen, dass Ihnen Unternehmen ihr Vertrauen schenken.

Negative Merkmale

Dies ist der kritischste Bereich. Negative Einträge entstehen, wenn Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Dazu zählen fällige, unbestrittene und mehrfach gemahnte Forderungen, die von einem Unternehmen an die SCHUFA gemeldet werden. Auch Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen, wie eidesstattliche Versicherungen oder Haftbefehle zur Erzwingung derselben, sowie die Eröffnung eines privaten oder unternehmerischen Insolvenzverfahrens fallen in diese Kategorie. Solche Einträge haben einen stark negativen Einfluss auf Ihren Score.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Konditionsanfrage und einer Kreditanfrage. Wenn Sie bei verschiedenen Banken nur die Zinskonditionen vergleichen, sollte die Bank eine score-neutrale Konditionsanfrage stellen. Eine harte Kreditanfrage hingegen wird für 12 Monate gespeichert und kann von anderen Banken gesehen werden. Zu viele Kreditanfragen in kurzer Zeit können Ihren Score senken, da es so aussieht, als würden Sie dringend und möglicherweise erfolglos Geld suchen.

Der Weg zum Kredit: Wie Banken die SCHUFA-Auskunft nutzen

Wenn Sie bei einer Bank einen Kreditantrag stellen, ist die Einholung einer SCHUFA-Auskunft ein standardisierter und unverzichtbarer Schritt im Prüfprozess. Mit Ihrer Unterschrift unter dem Antrag willigen Sie in diese Abfrage ein. Die Bank erhält daraufhin eine detaillierte Übersicht über die bei der SCHUFA zu Ihrer Person gespeicherten Daten sowie den aktuellen Basisscore. Dieser Prozess dient der Bank zur Einschätzung des sogenannten Kreditausfallrisikos.

Der SCHUFA-Score ist dabei ein zentraler, aber nicht der alleinige Faktor für die Kreditentscheidung. Banken führen zusätzlich eine eigene Haushaltsrechnung durch. Dabei werden Ihre regelmäßigen Einnahmen (z. B. Gehalt) Ihren festen Ausgaben (z. B. Miete, Versicherungen, Lebenshaltungskosten) gegenübergestellt. Nur wenn nach Abzug aller Kosten ein ausreichender Puffer für die monatliche Kreditrate verbleibt, ist eine Kreditvergabe überhaupt denkbar. Die SCHUFA-Auskunft liefert die zweite Säule der Entscheidung: Sie bewertet Ihre bisherige Zahlungsmoral.

Die Höhe des Scores hat direkten Einfluss auf zwei Aspekte:

  1. Die Kreditentscheidung (das „Ob“): Ein sehr niedriger Score oder harte Negativmerkmale wie eine Privatinsolvenz führen fast immer zur direkten Ablehnung des Antrags.
  2. Die Konditionen (das „Wie“): Viele Banken praktizieren ein sogenanntes bonitätsabhängiges Pricing. Das bedeutet: Je besser Ihr SCHUFA-Score, desto niedriger ist das Risiko für die Bank und desto günstigeren Zinssatz bietet sie Ihnen an. Ein um wenige Prozentpunkte besserer Score kann über die Laufzeit eines Kredits eine Ersparnis von mehreren hundert oder sogar tausend Euro bedeuten.

Ihr Recht auf Transparenz: Die kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft nach DSGVO

Jeder Verbraucher in Deutschland hat das Recht zu erfahren, welche Daten die SCHUFA über ihn gespeichert hat. Dieses Recht ist in der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verankert. Gemäß Artikel 15 DSGVO können Sie mindestens einmal pro Jahr eine kostenlose Kopie Ihrer personenbezogenen Daten anfordern. Dieses Dokument wird offiziell als „Datenkopie“ bezeichnet und ist für Ihre persönliche Kontrolle gedacht.

Es ist wichtig, diese kostenlose Datenkopie von den kostenpflichtigen Produkten der SCHUFA zu unterscheiden. Die SCHUFA bietet beispielsweise die „SCHUFA-BonitätsAuskunft“ an, ein Zertifikat, das oft von Vermietern verlangt wird und Geld kostet. Für die reine Überprüfung Ihrer Daten reicht die kostenlose Datenkopie jedoch vollkommen aus. Sie enthält alle relevanten Informationen, einschließlich des Basisscores, der an die Unternehmen übermittelten Scores der letzten 12 Monate und einer Auflistung aller gespeicherten Einträge.

Die Anforderung ist unkompliziert und kann direkt über die Webseite der SCHUFA erfolgen. Sie müssen lediglich Ihre persönlichen Daten in ein Formular eingeben und eine Kopie Ihres Personalausweises hochladen, um Ihre Identität zu bestätigen. Die Zusendung der Unterlagen erfolgt dann auf dem Postweg und kann einige Wochen dauern. Es ist absolut empfehlenswert, von diesem Recht regelmäßig Gebrauch zu machen. Nur so können Sie sicherstellen, dass alle Einträge korrekt und aktuell sind. Fehlerhafte oder veraltete Daten können Ihren Score unnötig verschlechtern und sollten umgehend bei der SCHUFA zur Korrektur gemeldet werden.

Wenn der Score sinkt: Ursachen und Folgen negativer SCHUFA-Einträge

Ein negativer SCHUFA-Eintrag ist mehr als nur eine statistische Kennzahl; er kann weitreichende und sehr konkrete Konsequenzen für Ihr finanzielles Leben haben. Die Ursachen für einen solchen Eintrag sind vielfältig, basieren aber immer auf einem vertragswidrigen Verhalten. Zu den häufigsten Gründen gehören nicht bezahlte Rechnungen, die trotz mehrfacher Mahnung offenbleiben und von einem Unternehmen an die SCHUFA gemeldet werden. Auch die Kündigung eines Kredits oder Girokontos durch die Bank aufgrund von Zahlungsrückständen führt zu einem Negativeintrag.

Weitere schwerwiegende Ursachen sind gerichtliche Maßnahmen. Ergeht gegen Sie ein Vollstreckungsbescheid, weil Sie einem Mahnbescheid nicht widersprochen haben, wird dies ebenfalls an die SCHUFA gemeldet. Die gravierendsten Einträge resultieren aus einer eidesstattlichen Versicherung (Vermögensauskunft) oder der Eröffnung eines Privatinsolvenzverfahrens. Diese signalisieren eine massive Zahlungsunfähigkeit und lassen den Score in den Keller fallen.

Die Folgen sind unmittelbar spürbar. Ein Kreditantrag wird mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt. Selbst der Abschluss eines neuen Handyvertrags oder eines Stromliefervertrags kann schwierig werden, da auch diese Unternehmen oft eine Bonitätsprüfung durchführen. Bei der Wohnungssuche verlangen Vermieter zunehmend eine SCHUFA-Auskunft; ein negativer Eintrag kann hier das K.O.-Kriterium sein. Selbst der Kauf auf Rechnung in Online-Shops kann verweigert werden. Ein negativer Eintrag kann so eine Kettenreaktion auslösen, die den finanziellen Alltag erheblich erschwert und den Handlungsspielraum stark einschränkt.

Proaktives Management: Wie Sie Ihren SCHUFA-Score verbessern können

Ihr SCHUFA-Score ist kein unabänderliches Schicksal. Mit bewusstem und vorausschauendem Handeln können Sie Ihre Bonität aktiv pflegen und verbessern. Ein guter Score ist das Ergebnis finanzieller Disziplin und strategischer Entscheidungen. Es gibt mehrere Hebel, die Sie ansetzen können, um Ihre Kreditwürdigkeit positiv zu beeinflussen.

Pünktlichkeit ist alles

Die wichtigste Regel lautet: Bezahlen Sie Ihre Rechnungen und Kreditraten immer pünktlich und in voller Höhe. Richten Sie Daueraufträge für wiederkehrende Zahlungen wie Miete, Strom und Kreditraten ein. Dies verhindert, dass Sie eine Zahlung versehentlich vergessen. Bereits ein Zahlungsverzug kann zu Mahnungen und im schlimmsten Fall zu einem negativen Eintrag führen.

Konten konsolidieren

Eine Vielzahl von Girokonten und Kreditkarten kann von der SCHUFA negativ interpretiert werden, da es auf eine unübersichtliche Finanzlage hindeuten könnte. Überprüfen Sie, welche Konten und Karten Sie wirklich benötigen. Kündigen Sie überflüssige Produkte. Ein langjährig bestehendes Hauptkonto bei Ihrer Hausbank wird hingegen positiv gewertet und signalisiert Stabilität.

Kommunikation mit Gläubigern

Sollten Sie absehen können, dass Sie eine Rate nicht pünktlich zahlen können, suchen Sie proaktiv das Gespräch mit dem Gläubiger (z. B. Ihrer Bank). Oft lassen sich Lösungen wie eine Stundung oder eine Anpassung der Ratenhöhe finden. Diese offene Kommunikation kann verhindern, dass es überhaupt zu einem meldefähigen Zahlungsverzug kommt.

Konditionsanfragen statt Kreditanfragen

Wenn Sie Kreditangebote vergleichen, bestehen Sie darauf, dass die Bank nur eine score-neutrale Konditionsanfrage durchführt. Im Gegensatz zur harten Kreditanfrage hat diese keinen Einfluss auf Ihren Score. Zu viele Kreditanfragen in kurzer Zeit können als Zeichen von Kreditablehnungen gewertet werden und Ihren Score senken.

Daten regelmäßig prüfen und korrigieren

Nutzen Sie Ihr Recht auf die kostenlose Datenkopie und überprüfen Sie alle Einträge sorgfältig. Finden Sie einen fehlerhaften oder bereits erledigten, aber nicht gelöschten Eintrag, fordern Sie bei der SCHUFA umgehend eine Korrektur oder Löschung. Dies ist Ihr verbrieftes Recht und kann Ihren Score unmittelbar verbessern.

Löschfristen bei der SCHUFA: Wann verschwinden negative Einträge?

Negative SCHUFA-Einträge bleiben nicht ewig gespeichert. Der Gesetzgeber hat klare Fristen festgelegt, nach denen Informationen wieder aus dem Datenbestand gelöscht werden müssen. Diese Fristen schützen Verbraucher davor, dass vergangene finanzielle Fehler sie unbegrenzt belasten. Die Löschung erfolgt in der Regel automatisch zum Ende der Frist, ohne dass Sie aktiv werden müssen. Es ist jedoch ratsam, dies mittels einer Selbstauskunft zu kontrollieren.

Die Fristen variieren je nach Art des Eintrags. Ein beglichener Kredit bleibt beispielsweise als positives Merkmal gespeichert, um Ihre Vertragstreue zu dokumentieren. Eine unbezahlte und titulierte Forderung hingegen wird erst nach einer bestimmten Zeit gelöscht, selbst wenn sie beglichen wurde. Dies liegt daran, dass der vergangene Zahlungsausfall für zukünftige Vertragspartner noch für eine Weile relevant ist. Eine wichtige kürzliche Änderung betrifft die Privatinsolvenz: Die Speicherfrist wurde von drei Jahren auf nur noch sechs Monate nach Verfahrensende verkürzt, um Betroffenen eine schnellere zweite Chance zu ermöglichen.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Löschfristen:

Art des Eintrags Löschfrist
Kreditanfragen Nach 12 Monaten (für Banken nur 10 Tage sichtbar)
Informationen über Kredite 3 Jahre nach vollständiger Rückzahlung
Titulierte Forderungen (z.B. aus Vollstreckungsbescheid) 3 Jahre taggenau nach Begleichung der Forderung
Daten aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen 3 Jahre (vorzeitige Löschung bei Nachweis der Löschung beim Amtsgericht)
Abgegebene Privatinsolvenz 6 Monate nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens
Unbezahlte, gemahnte Forderungen (unter 2.000 €) Sofort nach Ausgleich

Wichtige Fragen und Antworten

Ist der KSV für mich als Deutscher überhaupt relevant?

In den allermeisten Fällen ist der österreichische KSV (Kreditschutzverband) für Sie nicht relevant. Wenn Sie ausschließlich in Deutschland leben und wirtschaften, werden Ihre Kreditgeber für eine Bonitätsprüfung immer die deutsche SCHUFA heranziehen. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie einen direkten Bezug zu Österreich haben, zum Beispiel durch einen früheren Wohnsitz oder geschäftliche Tätigkeiten dort.

Beeinflusst die reine Anzahl meiner Girokonten den SCHUFA-Score?

Ja, die Anzahl der Girokonten und Kreditkarten kann den Score beeinflussen. Während ein oder zwei Konten normal sind, kann eine sehr hohe Anzahl als Zeichen für finanzielle Unübersichtlichkeit oder Probleme gewertet werden. Es wird empfohlen, nicht mehr Konten und Karten zu führen, als Sie tatsächlich aktiv nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kreditanfrage und einer Konditionsanfrage?

Dies ist ein entscheidender Unterschied. Eine Konditionsanfrage ist score-neutral. Sie dient lediglich dem Vergleich von Zinsangeboten verschiedener Banken. Eine Kreditanfrage hingegen ist ein verbindlicher Antrag und wird für 12 Monate bei der SCHUFA gespeichert. Mehrere Kreditanfragen in kurzer Zeit können Ihren Score negativ beeinflussen. Bestehen Sie beim Kreditvergleich immer auf einer Konditionsanfrage.

Kann ich einen Kredit ohne SCHUFA-Prüfung bekommen?

Ja, solche Angebote existieren, sind aber mit extremer Vorsicht zu genießen. Sie werden oft von ausländischen Banken oder unseriösen Vermittlern beworben. Das fehlende Risiko-Screening lassen sich diese Anbieter durch extrem hohe Zinsen und Gebühren teuer bezahlen. Seriöse deutsche Banken vergeben grundsätzlich keine Kredite ohne Bonitätsprüfung, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist, um Verbraucher vor Überschuldung zu schützen.

Wie schnell wird mein Score aktualisiert, nachdem ich einen Kredit abbezahlt habe?

Die Information, dass der Kredit vollständig zurückgezahlt wurde, wird der SCHUFA von der Bank gemeldet und im Datensatz als „erledigt“ markiert. Die Neuberechnung des Scores selbst findet in der Regel quartalsweise statt. Der erledigte Krediteintrag bleibt jedoch noch für drei Jahre gespeichert, da er für zukünftige Kreditgeber als positives Zeichen für Ihre Zahlungsmoral dient.

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